Archiv für den Monat Juni 2014

Verständigung möglich?

Auf dem Rückweg von Treptow, wo ich heute das höchst vitale Gemeindepflanzungsprojekt „Christus-Treff Berlin“ zum Gottesdienst und Brunch besucht habe, beschließe ich, einen kleinen Umweg zu machen und bei der Gerhard-Hauptmann-Schule in Kreuzberg vorbei zu schauen. Nicht-Berlinern sagt das vielleicht nichts. Aber hier sind seit Tagen die Zeitungen und Nachrichten voll davon: „Nervenkrieg in der Flüchtlingsschule“ titelt die Berliner Morgenpost am Samstag. Denn hier geht der verzweifelte Versuch von rund 460 zentralafrikanischen Flüchtlingen weiter, in Deutschland Asyl oder wenigstens Duldung zu erhalten und nicht ausgewiesen zu werden, z.B. zurück in den Sudan. Wer ein wenig mitbekommen hat, was in diesem Land los ist, kann sich leicht zusammenreimen, woher die Verzweiflung dieser Menschen kommt, die jetzt die Schule besetzt halten. Rund 40 sollen es heute noch sein. Weiterlesen

Werbeanzeigen

Traditionsvereine – und der Kampf um den Klassenerhalt

Wenn im Fußball ein Club „Traditionsverein“ genannt wird, dann schwingt da immer Zweierlei mit. Zum einen der Name, der an eine große Geschichte erinnert. Zum anderen die Realität, dass es in der Gegenwart ein bisschen schwierig ist. Bayern München oder Borussia Dortmund würde man so nicht nennen, obwohl sie eine stolze Tradition haben. Traditionsvereine sind z.B. der Hamburger SV, der gerade mit Hängen und Würgen in der Relegation die Klasse gehalten hat, oder der 1. FC Köln, der mit seinen Ab- und Aufstiegen in den letzten Jahren auch Fahrstuhlmannschaft genannt wird – aber mit dem jetzigen Aufstieg ändert sich das natürlich alles 😉 – oder FC Union Berlin, der den Aufstieg in die 1. Liga in dieser Saison wieder nicht geschafft hat. Ähnliches kann man bei dieser Fußball WM mal wieder über „das Mutterland des Fußballs“, also England sagen, dessen Mannschaft nach zwei verlorenen Spielen sang- und klanglos ausgeschieden ist. Allerdings haben Traditionsvereine zugleich das Potential, wie Phönix aus der Asche aufzustehen und wieder weit oben mitzumischen. Weiterlesen

„urban gardening“ in Kreuzberg…

… und was Kirche davon lernen kann.

Was unterscheidet einen Schrebergarten von urban gardening?

Z.B. Schrebergärten haben ein Häuschen, Bürgersteig-Gärten nicht. Oder: Schrebergarten ist spießig, urban gardening ist hipp. Vielleicht zu einfach.

Als ich letzte Woche mal wieder durch Kreuzberg lief, fiel mir ein, dass wir hier im März über einen „Platzhalter“ für ein Bürgersteig-Beet gestolpert sind: „Keine Hunde-kake!!!“ (Siehe Titelbild). Ich war gespannt, wie es jetzt dort aussieht, und hab die Stelle in der Hagelberger Str. auch wiedergefunden. Wie erwartet oder erhofft, grünt und blüht es dort. Und das Schild steht auch immer noch da. Weiterlesen

Pfingsten in Berlin…

… da denkt jeder, der Berlin ein wenig kennt, an den „Karneval der Kulturen“. Und in der Tat, das ist von Freitag bis Montag das Riesen-Event. Dem kann man sich allerdings – anders als in den Tollen Tagen in Köln – hier selbst innerhalb der Stadt leicht entziehen. Denn Pfingsten in Berlin, das bedeutet zunächst mal raus ins Grüne, zu den vielen Parks, Grünanlagen, Wasserläufe und Seen. Wohlgemerkt alles innerhalb der Stadtgrenzen. Weiterlesen

Eine „Landpartie“ vom Süden in den Norden Berlins

Was gehört eigentlich alles zur Berliner Stadtmission?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt; und mit dem bisschen Einblick, den ich bisher gewonnen habe, könnte ich mühelos gleich eine ganze Stunde und mehr erzählen. Bis womöglich meinen Zuhörern der Kopf so brummt wie mir hier auch fast täglich.

Ich möchte die Antworten auf die Frage in diesem Blog ein bisschen dosieren und immer mal wieder einige Beispiele bringen. Die Auswahl ist dabei weder hierarchisch noch systematisch sortiert (weil das sowieso kaum geht), sondern zufällig aus dem, was ich gerade erlebe, wohin ich eingeladen werde oder mich aufmache. Aber ich hoffe, dass sich im Laufe der Zeit dann doch die Mosaiksteine so zusammenfügen, dass sich ein – wenn auch nicht vollständiges so doch – lebendiges Bild daraus ergibt.

Heute nehme ich Euch/Sie mit zu einer „Landpartie“ zum südlichen und nördlichen Rand von Berlin: Weiterlesen