Archiv für den Monat September 2015

Refugio eröffnet!

Mit einem tollen Fest haben wir gestern das Sharehaus Refugio der Berliner Stadtmission in Neukölln eingeweiht.

Hausteam und Bewohner unter Leitung von Sven Lager hatten sich in den letzten zwei Wochen nochmal so richtig ins Zeug gelegt. Die Treppenhäuser wurden entrümpelt, das Refugio-Logo angebracht und auch das in Eigenleistung gezimmerte Refugio-Café ist fertig geworden.

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Da ging es schon eine Stunde vor dem Gottesdienst hoch her. Mit gestifteten Kuchen und kunstvoll gefertigten Heißgetränken (Andy Romeike, unser Café-Chef, ist immerhin gelernter Barrista).

Andy Romeike (2.v.r.) mit seinem Team

Andy Romeike (2.v.r.) mit seinem Team

Zusammen mit dem Kreuzbergprojekt einer jungen FEG-Gemeindegründung, die seit einem Jahr das Haus nutzt und mit dem wir jetzt kooperieren, wurde der Gottesdienst eine sehr lebendige Angelegenheit. Da reichten die Plätze im Kirchensaal bei weitem nicht. Und parallel dazu war das Café die ganze Zeit auch noch ausgelastet.

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Meine schöne Aufgabe war die Eröffnungspredigt, die ich Euch hier vollständig einfüge, verknüpft mit Fotos vom Eröffnungstag. So bekommt Ihr nicht nur einen Eindruck von dem tollen Fest, sondern auch von der „Denke“, die uns dabei bewegt.

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Predigt im Einweihungsgottesdienst des Sharehaus Refugio 20.9.2015

Liebe Refugioeröffnungsgemeinde,

d.h. liebe Bewohner – einheimische und geflüchtete. Liebe Mitarbeitende – berufliche und ehrenamtliche. Liebe Stadtmissionsleute und Kreuzbergprojektler. Liebe Freunde, Unterstützer und Nachbarn, Neuköllner, Kreuzberger und sonstige Berliner.

Allein diese Aufzählung zeigt schon, dass wir heute ein ganz besonderes Projekt feierlich eröffnen. Ein Projekt, das für alle Beteiligten etwas ganz Neues ist. Ein Projekt in dem wir versuchen, auf ganz viele spannende Herausforderungen unserer Zeit zu antworten. Nicht als Besserwisser, sondern als Menschen, die etwas wagen, sich Ziele setzen und gemeinsam Wege finden wollen. Die meisten von uns im Vertrauen auf den lebendigen Gott. Denn der ist brennend daran interessiert, dass es Versöhnung gibt und nicht Hass, Frieden und nicht Krieg, Vertrauen und nicht Misstrauen, Gastfreundschaft und nicht Vertreibung, Heilung und nicht Verletzung. Wie sehr er daran interessiert ist, hat er in Jesus von Nazareth gezeigt, der mit seinem Leben genau dafür eingetreten ist und seinen Kopf hingehalten hat.

Als Sven Lager im vorigen Jahr in Kreuzberg das erste Sharehaus bei der Berliner Stadtmission als Versuchsballon startete, gab er ihm irgendwann den Untertitel: „Werkstatt für himmlische Gesellschaft.“ Und diesen Titel wollen wir uns jetzt im Refugio erst recht auf die Fahnen schreiben. „Werkstatt für himmlische Gesellschaft.“ Aber was soll man sich darunter vorstellen? Wie sich die Bibel solch eine himmlische Gesellschaft vorstellt, können wir im letzten Buch der Bibel lesen. Und vielleicht schon beim Zuhören oder Mitlesen ahnen, wieviel das mit unserem Leben hier und jetzt zu tun hat.

Offenbarung 21
1 Danach sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen; auch das Meer gab es nicht mehr. 2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, schön wie eine Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. 3 Und vom Thron her hörte ich eine mächtige Stimme rufen: »Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei den Menschen! Gott wird in ihrer Mitte wohnen; sie werden sein Volk sein – ein Volk aus vielen Völkern, und er selbst, ihr Gott, wird immer bei ihnen sein. 4 Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen.« (…)

22 Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Der Herr selbst, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. 23 Auch sind weder Sonne noch Mond nötig, um der Stadt Licht zu geben. Sie wird von der Herrlichkeit Gottes erhellt; das Licht, das ihr leuchtet, ist das Lamm. 24 Die Völker werden in dem Licht leben, das von der Stadt ausgeht, und von überall auf der Erde werden die Könige kommen und ihren Reichtum in die Stadt bringen. 25 Die Tore der Stadt werden den ganzen Tag geöffnet sein; mehr noch: Weil es dort keine Nacht gibt, werden sie überhaupt nie geschlossen. 26 Die herrlichsten Schätze und Kostbarkeiten der Völker werden in die Stadt gebracht. 27 Aber etwas Unreines wird dort niemals Einlass finden.     (Neue Genfer Übersetzung)

 Eine Werkstatt für himmlische Gesellschaft sollte ja wohl wahrscheinlich Dinge entwickeln, die jetzt schon etwas vom Himmel sichtbar machen. Deshalb will ich kurz vier „Produkte“ der Werkstatt beschreiben, die sich aus der Beschreibung der himmlischen Gesellschaft in der Johannesoffenbarung ergeben.

Sonnenuntergang auf dem Refugiodach

Sonnenuntergang auf dem Refugiodach

1. Das erste verblüffende „Produkt“ ist, dass Gott offenbar überhaupt kein Interesse hat an einem Himmel, der mit der Erde nichts mehr zu tun hat, einen Himmel, der nur als ewige Belohnung auf die Gerechten wartet. Da will Gott überhaupt nicht wohnen. Sondern er zieht um, höchst persönlich: Vom Himmel auf die Erde. »Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei den Menschen! Gott wird in ihrer Mitte wohnen; sie werden sein Volk sein. «

Genau durch diesen Umzug Gottes wird die Erde rundum erneuert. Am Ende der Zeiten. Blog 35-9Und zwar endgültig. Aber damit bringt er ja nur zu Ende, was er längst schon angefangen hat. Einer der Berichte über Jesus, das Johannesevangelium, sagt: In Jesus ist Gottes Wort schon in die Welt gekommen und „wohnte unter uns.“

Wir merken: Himmlische Gesellschaft hat eine Menge damit zu tun, wo Gott wohnt. Und deshalb wünschen wir uns von Herzen, dass Gott auch hier im Refugio wohnt. Nein, eigentlich haben wir es in den zurückliegenden Wochen schon erleben dürfen, dass er das längst tut.

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Aber wer wohnt da denn noch?
Damit kommen wir zum

  1. „Produkt“. Wir lesen V 3 und 4: „Sie werden sein Volk sein – ein Volk aus vielen Völkern, und er selbst, ihr Gott, wird immer bei ihnen sein. 4 Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein.“
Zimmernachbarn im Refugio

Zimmernachbarn im Refugio

Ein Volk aus vielen Völkern. Auch in diesem Sinne wollen und dürfen wir uns „Werkstatt für himmlische Gesellschaft“ nennen. Was diese Gesellschaft aber vor allen anderen auszeichnet, ist folgendes: Hier werden Traumata geheilt. Geschichten angehört, egal wie erschütternd sie sind. Familientragödien und Fluchtgeschichten. Geschichten von Chancenlosigkeit und Verzweiflung. Von Verfolgung und Gewalt. Da dürfen Tränen fließen und werden dann behutsam abgewischt. Und die Angst weicht – langsam aber sicher.

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Sven Lager (rechts) stellt einige Refugiobewohner vor

3. Produkt oder Merkmal der himmlischen Gesellschaft

„Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Der Herr selbst, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.“ (V. 22):

Das ist eine hoch interessante Aussage. Der Tempel ist das Symbol für Religionen. Bei dem Stichwort denken viele direkt an Religionskriege. Leider zu Recht. Religionen können grausamen Unfrieden säen. Wenn jede darauf beharrt, allein recht zu haben.

Nach der Vorstellung der Bibel werden am Ende die Religionen abgeschafft. Und an die Stelle tritt eine unmittelbare Beziehung zum lebendigen Gott. Wir Christen können dabei nicht anders als an Jesus denken, dass Lamm Gottes, der mit seinem Leben und Sterben die grenzenlose Hingabe Gottes gezeigt hat. Jedenfalls wird dann keine Religion mehr nötig sein. – Wenn zum Refugio auch eine Art Stadtkloster gehört und Gottesdienste usw., dann nicht etwa, weil wir die christliche Religion anderen überstülpen wollten, sondern weil wir Raum schaffen wollen, in dem Menschen jetzt schon dem lebendigen Gott selbst begegnen können.

(4.) Ein letzter Punkt, was wir aus der Offenbarung als Werkstatt für himmlische Gesellschaft lernen können:

24 Die Völker werden in dem Licht leben, das von der Stadt ausgeht, und von überall auf der Erde werden die Könige kommen und ihren Reichtum in die Stadt bringen. 26 Die herrlichsten Schätze und Kostbarkeiten der Völker werden in die Stadt gebracht. 27 Aber etwas Unreines wird dort niemals Einlass finden.    

Alle Völker haben etwas einzubringen. Da wird auch nicht mehr in Hilfsbedürftige und Helfer eingeteilt, sondern jeder hat etwas beizusteuern in die himmlische Gesellschaft. Aber! Nicht alles hat dort Platz. Was die Gemeinschaft untereinander und mit Gott stört, bekommt da keinen Raum zur Entfaltung mehr: Das gehört da nicht hin. Darf nichts mehr kaputt machen.

Sharehaus Refugio, eine Werkstatt für himmlische Gesellschaft. Noch vieles muss sich da entwickeln. Aber hoffentlich wird genau das geschehen unter Gottes Segen.

Amen

_____________

Blog 35-14Im Anschluss an den Gottesdienst gab es arabisches Essen aus der Küche im vierten Stock – und dann interkulturelle live-Musik auf verschiedenen „Bühnen“, jeweils heftig umjubelt: z.B. die Singer-Songwriterin vom Kreuzbergprojekt, die auch den Gottesdienst mitgestaltet hatte.

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Und ganz besondere Begeisterung kam auf, als Jean Samara, unser erster Syrienflüchtling im Sharehaus 1 – ein begnadeter Musiker -, mit einer spontan zusammengestellten Musikgruppe syrische Lieder sang – und andere junge Syrer dazu klatschten, mitsangen, tanzten und übers ganze Gesicht strahlten. Was muss das für ein Gefühl sein, fern der zerstörten Heimat und nach unsäglicher Flucht so angekommen zu sein!Blog 35-12

Sharehaus Refugio. Ein bisher in Deutschland einzigartiges Projekt, wie RTL in seinem fast 6-minütigen Fernsehbeitrag vorige Woche feststellte.

Und für mich nach fast einjähriger intensiver Planungsarbeit ein echtes Erfolgserlebnis. Erst recht im Vergleich zu dem gespenstischen Ambiente, das hier noch vor drei Monaten in dem zum großen Teil leerstehenden düsteren Gebäude herrschte. Jetzt brummt das Haus vor Leben! Eine Werkstatt für himmlische Gesellschaft eben.

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„Helles Deutschland“

Was für eine schlichte und gleichzeitig geniale Formulierung unseres Bundespräsidenten: „Dunkeldeutschland“ und „Helles Deutschland“. Manchmal können Vereinfachungen auch ungemein hilfreich sein und aus dem politisch-ausgewogen-lavierenden Gequatsche herausführen.

Und wie gut ist es, dass in den letzten Tagen die Medien endlich auch auf den Trichter gekommen sind, nicht nur Horrornachrichten zu bringen, sondern eben auch helles Deutschland zu zeigen: Vorhin in den ZDF, rbb und ARD-Nachrichtensendungen die Bilder vom – ja fast kann man sagen: Flüchtlingsbegrüßungsfest am Münchener Hauptbahnhof.

Wie wichtig sind solche Bilder, die ermutigen, die Lust machen, die ein positives Gefühl vermitteln: Ja, wir sind dazu in der Lage, diese ohne Zweifel riesengroße Aufgabe zu stemmen! Fast hat man den Eindruck, diese Herausforderung  tut unserem Land richtig gut: Wann hatten wir zum letzten Mal ein so großes gemeinsames Thema? Fußball-WM (das „Sommermärchen“ und der letztjährige Titel) war ja schon ganz hilfreich. Aber da konnte man nur zugucken und feiern. Aber jetzt kann man gemeinsam und individuell für eine wirklich anspruchsvolle Geschichte konkret etwas tun. Und plötzlich entwickelt sich eine Solidarität, die man kaum für möglich gehalten hätte. Plötzlich ist Mitmenschlichkeit nicht mehr nur was für unverbesserliche Gutmenschen, sondern entwickelt sich zu einem „Volkssport“. Ist das der schon lange ersehnte „Ruck“ durch Deutschland?

Auf der Kontakte-Liste unserer Flüchtlings-Traglufthalle (Notunterkunft) stehen inzwischen über eintausend Namen von Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich anzupacken. Die Anfragen von Privatpersonen, die Flüchtlinge auch bei sich zu Hause unterbringen wollen, steigen. (Wobei das ziemlich schwierig zu organisieren ist. Wir arbeiten bei der Stadtmission und auch anderswo an Beratungsangeboten, die solche Hilfsbereitschaft flankieren, damit sie nicht durch Anfängerfehler und schlechte Erfahrungen zum Bumerang wird.) Und die Menschen, die helfen wollen, fragen erst mal nicht danach, ob Polen oder Spanien auch Flüchtlinge aufnimmt. Wenn Europa pennt: wir sind wach! scheint das Gefühl zu sein.

Also, die Flüchlingsaufgabe tut unserem Land gut, nicht nur weil die Industrie- und Handelskammer sich auf zusätzliche Fachkräfte freut.

Allerdings: Die Aufgabe ist riesig und auch bei den weit nach oben korrigierten Zahlen überhaupt noch nicht einzuschätzen. Und: die Hilfsbereitsschaft muss verstetigt werden (und nicht nur ein „Hilfe-Hype“ sein). Aber genau deshalb brauchen wir kein Gejammer, sondern Konzepte, Entschlossenheit und Kreativität.

Das versuchen wir bei der Stadtmission an vielen Stellen. Und unsere inzwischen im Haus Leo (Flüchtlingsheim), in der Traglufthalle und im Refugio gesammelten Erfahrungen werden von vielen abgefragt. So arbeiten wir nicht nur an Beratungsangeboten für Privatpersonen und Gemeinden, sondern auch für Diakonievertreter, Politiker, Behörden usw.

Und die Medien interessieren sich wie gesagt inzwischen sehr für positive Beispiele.

20150718_143005Noch vor der offiziellen Eröffnung des Refugios am 20. September hat allein der Beginn der Wohngemeinschaft von Flüchtlingen und Einheimischen dort eine für uns vollkommen überraschende Menge von Berichterstattungen angelockt, insgesamt schon 14 mal in Presse, Funk, Internet und Fernsehen bis hin zu ARD und ZDF. Den aktuellen Pressespiegel mit vielen Links findet ihr im Blog des Refugio: https://refugioberlin.wordpress.com/pressepress/

Es lohnt sich unbedingt dort mal hineinzuschauen.

Derweil erfordert die Alltagsarbeit (jenseits der Medienbesuche) viel Aufmerksamkeit. Das fängt bei Themen an, die man aus jeder Studenten-WG kennt:

IMG_20150830_134905Wie hält man eine Gemeinschaftsküche in Ordnung mit somalischen, syrischen, afghanischen und deutschen Köchen plus der siebenköpfigen Romafamilie.

Wie organisiert man das Putzen und, dass die Fahrräder nicht im Treppenhaus stehen usw.

Aber auch: Wie konsequent muss man Deutsch miteinander sprechen, an welcher Stelle darf man sich mit Englisch aushelfen? Wie können die Unsicheren ermutigt werden, sich einzubringen? Wie kommen Gaben und Fähigkeiten zum Vorschein? Welche Verbindlichkeit haben Gemeinschaftsaktionen (wie Café-Möbel bauen oder Tagesausflüge machen)? Wie gelingt es, die auch im Haus wohnenden Studenten zu interessieren (und das in den Semesterferien)? Inzwischen gibt es verschiedene Teams, die sich organisieren: Zum Joggen, zum Schachspielen, zum Möbelbauen usw.. Denn neben Sprache lernen sind sinnvolle Aktivitäten und wachsende Freundschaften so wichtig für die (gegenseitige) Integration.

Ganz wichtig aber ist: Gemeinsam kochen und Essen (möglichst auf dem Dachgarten). Und Raum zu bekommen, um die eigenen Geschichten zu erzählen. Immer wieder stoße ich an den unterschiedlichsten Stellen meiner Arbeit darauf, wie entscheidend es ist, dass Menschen ihre Geschichten erzählen können und ihnen zugehört wird: Beim Obdachlosen-Gesprächsfrühstück wie bei der Fortbildung für Mitarbeitende in der Straffälligen Hilfe, beim Kollegen, der aus dem Urlaub zurück kommt (oder auch bei mir selbst in der Situation) wie beim Glaubensgespräch auf dem Refugio-Dachgarten:
In der wöchentlichen „Lectio divina“, einer Mischung aus schweigender Bibelmeditation und Austausch ging es um Epheser 3,16-19, wo die Rede ist von Gottes Kraft in uns und dem Reichtum seiner Liebe, die wir mit unserem Verstand nicht erfassen können. In der zweiten Austauschrunde erzählt einer der syrischen Flüchtlinge (von Hause aus kein Christ): „Die Kraft Gottes hab ich gespürt. Ich bin zwei Stunden im Mittelmeer geschwommen. Und um mich herum war kein Leben. Aber ich wusste, ich werde leben!“ (Das Boot war gekentert, er hatte sich mit einem frühzeitigen, beherzten Sprung ins Wasser gerettet, aber die meisten anderen waren ertrunken, als das Boot umschlug.) So kam er ins helle Deutschland. Und will hier seinen Teil zu dieser Helligkeit beitragen.

Eine letzte Bemerkung: Zum „hellen Deutschland“ gehören sicher auch die 12 jungen Freiwilligen des letzten Jahrgangs, die sich auf folgende, höchst kreative Weise von ihrem FSJ verabschiedet und die Glastüren zur Geschäftsstelle umdekoriert haben .IMG_20150828_083723

Heute sind die neuen gestartet, wieder ein rundes Dutzend junge Erwachsene aus ganz Deutschland (auch aus der Nähe von Köln). Mit dabei auch die Tochter eines alten Freundes aus meiner Ägidienberger Vikariatszeit. Den haben wir voriges Jahr hier in Berlin wiedergetroffen und danach in Frankfurt/Oder besucht. Aber das wäre jetzt wirklich eine andere Geschichte.